
Häuser Award 2007

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Lois Weinberger
Das medial propagierte
gesellschaftspolitische Statement ist Teil von Weinbergers Konzept und
seiner Auseinandersetzung mit Zwischenbereichen und Randzonen.
Dabei thematisiert er städtisches Ödland, Alltagsobjekte aus der ehemaligen
DDR ebenso wie Wildpflanzen oder das von Gärtnerinnen bekämpfte Unkraut.
Seine Auffassung vom Konstrukt „Natur" ist eine gesellschaftspolitisch
geprägte. Die in seinen Arbeiten präzise eingesetzten Materialien und
Farben beschreiben die Randzonen, das Marginale, zwischen alltäglicher
Verwendung und dem gänzlichen Verschwinden. Dabei forscht und fragmentiert
der Künstler, arbeitet mit poetischem Verschieben und transferiert dadurch
die Diskussion von einer oberflächlichen Kritik zu einem interdisziplinär
geführten differenzierten Dialog. So misst Weinberger Ergebnissen aus
wissenschaftlicher Forschung eine ebenso große Bedeutung wie Erzählungen
und volkskundlichen Überlieferungen bei.
Er schafft eine Erweiterung des künstlerischen Handlungsfeldes, wobei
sein Ausdruck auch von zum Teil minimalen aber präzisen und wirkungsvollen
Eingriffen geprägt ist.

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