Häuser Award 2007
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Die MoMA Projects Series (Museum of Modern Art New York) von Silvia Ebert
Weihnachten in New York kann spannend und gleichzeitig deprimierend sein, also nehme ich mir die Zeit und statte wie jedes Jahr dem Museum of Modern Art einen Besuch ab. Dieses Jahr steht die MoMA Projects Series im Mittelpunkt meiner Interessen. Gegründet 1976 von Kathy Halbreich, die Initiative geht zurück auf MoMA PS1s Eröffnungsaustellung Rooms aus dem Jahr 1976 und gilt allgemein als die erste große Ausstellungsmöglichkeit in New York City. Diese Soloausstellungen werden von der kuratorischen Abteilung des MoMA PS1 organisiert.
Im Focus der aktuellen Ausstellung steht der deutsche Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer, seine künstlerische Arbeit konzentriert sich auf Abläufe und Erscheinungsformen im World-Wide-Web. Internetprojekte wie das „Project Textportrait“ eine auf das Web 2.0 bassierende Vernetzung personenbezogener Daten die sich visuell als lesbare Portraits äußern. Biographische Texte vornehmlich der freien Enzyklopädie Wikipedia entnommen, zeigen je nach Informationsgehalt grobe fast identifikationslose Portraits bis hin zu detailgetreuen Identitäten. Düster erstreckt sich vor mir eine raumgreifende, monumentale Arbeit, auf der die Reste des World Trade Centers zu erkennen sind. Das Szenario des 11. September, aus unzähligen Namen von Opfern als Textportrait erstellt. Beim Lesen fallen mir die sehr häufig arabisch klingenden Namen auf, der Künstler mischte bei dieser Arbeit die gesamten Namen der Opfer vom Ursprung des 11. September 2001 bis nahezu Ende des Irak Krieges 2010. Die Ausstellung war wie ich später erfahren habe ein Jahr später geplant und sollte parallel zur Eröffnung des Ground Zero Denkmal erfolgen. Weihnachten in New York, das MoMA mal etwas anders und diese Ausstellung ging tiefer als ich zunächst dachte.

MoMA Projects Series: Ralph Ueltzhoeffer 9/11- Ausstellung 2010/2011 im Museum of Modern Art New York.
Ralph Ueltzhoeffer " Textportrait " / PROJEKTE 2007
KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM 
Wer kennt sie mittlerweile nicht, die auf dem DOS Eingabemodos basierenden Portraits von David Beckham, Angelina Jolie, Paul McCartney, Keanu Reeves um nur einige der portraitierten Personen beim Namen zu nennen? Wenn man sich für Kunstprojekte im öffentlichen Raum interessiert kommt man fast nicht daran vorbei. Wir haben uns gefragt, was steckt eigentlich hinter diesem Projekt.
Das die Kunst, durch jahrelange Inzucht mittlerweile in einer schweren Kriese steckt kann niemand ernsthaft bezweifeln. Seit das Internet und die Suchmaschinen sehr konkrete Daten über Abfrageverhalten präsentieren wird so machem klar wie bedeutend die aktuelle Kunst wirklich einzuschätzen ist. Textportrait setzt genau an diesem Punkt an und durchbricht das System Kunst, um längst überfällige neue Wege zu beschreiten.
Die unsichtbaren Künstler. Nicht ganz einfach, die Initiatoren an die Strippe zu bekommen, dennoch war es uns möglich ein paar Einzelheiten über das Projekt Textportrait zu erfahren.
Das Projekt Textportrait wurde 2002 von Laura May, Ralph Ueltzhoeffer und Georg Wegener in London gegründet. (Kunstforum) Das Projekt TEXTPORTRAIT portraitiert mit Hilfe von teilautomatisierten Programmen Personen aus dem öffentlichen Leben und schafft durch eine Symbiose von Biografietext und Passfoto ein bis dato einmaliges unverwechselbares Porträt. Nüchtern, weitgehend ohne Farben streng an das Erscheinungsbild des DOS-Eingabemodus angepasst. Was so viel sagt, dass es sich bei diesen Projekt fast ausschließlich um Computerbasierte Vorgänge handelt.
Aktuelle Informationen über das Kunstprojekt Textportrait: GAK Berlin (Kunstprojekte 2008) - Asperger Gallery Berlin, Textportraits von Ralph Ueltzhoeffer. info@asperger-gallery.de
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